Gänsegeier

Gyps fulvus

Alter

bis zu 40 Jahre

Nahrung

Aas

Gewicht

bis zu 11kg

Feinde

nur der Mensch

Spannweite: 240 – 280 cm

Der Gänsegeier ist ein imposanter Altweltgeier. Altvögel zeigen ein zweifarbiges Gefieder: Rumpf und Flügeldecken sind hell bräunlich, während Schwingen und Stoßfedern dunkel grauschwarz gefärbt sind; der Hals ist mit weißem Flaum befiedert und wird von einer weißen Halskrause umrandet. Das Verbreitungsgebiet des Gänsegeiers ist fragmentiert und umfasst Teile Südeuropas, des Balkans, Nordafrikas und Asiens; Brutkolonien finden sich vor allem in Gebirgsregionen der Iberischen Halbinsel, auf dem Balkan und in Kleinasien. In Mitteleuropa galt die Art lange als verschwunden, doch durch Wiederansiedlungsprojekte brüten heute wieder Gänsegeier in den Alpen, und allsommerlich ziehen Geier auch nördlich der Alpen umher. Als Lebensraum bevorzugt der Gänsegeier steile Felswände für die Brut und angrenzende offene Landschaften – von Trockensteppen über Hochebenen bis hin zu Almweiden -, über denen er stundenlang segelnd nach Nahrung sucht. Diese besteht ausschließlich aus Aas mittelgroßer bis großer Säugetiere. In Europa werden tot aufgefundene Weidetiere wie Schafe, Ziegen, Rinder oder Pferde als Nahrungsquelle genutzt. Im Frühjahr finden Geier reichlich tote Tiere, welche Lawinen zum Opfer gefallen sind. Gänsegeier besitzen ein ausgezeichnetes Sehvermögen und finden Kadaver oft, indem sie auf das Verhalten anderer Aasfresser achten: Bemerkt ein Geier einen Artgenossen beim Sinken, folgen bald Dutzende zum selben Kadaver. An einem größeren Tierkadaver können sich dutzende Geier einfinden, die in hierarchischer Ordnung fressen. Ein Gelege umtasst nur ein einziges weißes Ei, das in einem Horst in einer Felsnische ausgebrütet wird. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd etwa 50 Tage und füttern den einzigen Jungvogel gemeinsam mit hochgewürgter Nahrung.

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